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Frankfurter Küche

Frankfurter Küche

 

Der Vorgänger der heutigen Einbauküchen gilt die so genannte „Frankfurter Küche“. Diese wurde 1926 von Margarete Schütte-Lihotzky konstruiert. Schütte-Lihotzky sollte im Auftrag von Ernst May eine Küche entwerfen welche die Arbeit in der Küche vereinfachen beziehungsweise verkürzen sollen. Die neue Küche sollte funktioneller sein als die alten Küchen. Aus diesem Grund verwendete Margarete Schütte-Lihotzky die Ergebnisse des Taylorsystems aus den USA für ihren Küchenentwurf. Mit Hilfe des Taylorsystems untersuchte man die einzelnen Handgriffe einer Hausfrau in der Küche und versuchte diese zu optimieren. Dadurch sollte die Hausfrau mehr Zeit erhalten. Aus diesen Ergebnissen platzierte Margarete Schütte-Lihotzky die Anordnung der Küchengeräte und Möbel so, dass die Arbeitsabläufe praktischer und zeitökonomischer wurden. Unnötige Handgriffe sollten vermieden werden. So ordnete Sie zum Beispiel den Tisch rechtwinklig zum Spülbecken an. Auf diese Weise konnte das schmutzige Geschirr direkt zum Waschbecken gereicht werden um es schnell abzutrocknen. Anschließend konnte die Hausfrau dieses Geschirr direkt in ein Abtropfgestell stellen.

Für die damalige Zeit sehr untypisch wurden die Frankfurter Küchen direkt mit den technischen Geräten ausgeliefert. Die hauptsächliche Verwendung fand die Frankfurter Küche in dem Wohnungsbauprogramm von 1926 bis 1932 in Frankfurt unter der Leitung von Ernst May. Während dieser Zeit wurden in vielen neuen Siedlungen diese neuartigen Küchen eingebaut, da sie ökonomischer und praktischer war als alle anderen Küchen.