Keller
Ein Keller bezeichnet eine Wohnebene unter dem Erdgeschoss. Das Geschoss diente ursprünglich zur Lagerung von Lebensmitteln, da in den Tieferen Erdschichten eine konstantere Temperatur vorhanden ist als auf der Erdoberfläche. Der Begriff Keller stammt von dem lateinischen Wort „cella“ ab. Weitere Bezeichnungen für einen Keller sind Souterrain oder Sockelgeschoss. Ein Keller existiert in unterschiedlichen Bauweisen:
Erdkeller
Ein Erdkeller liegt vollkommen unter der Erde. Dazu wird ein entsprechend großes Loch, häufig an einem Hang ausgegraben und mit einem Gewölbe stabilisiert. Anschließend wird der Erdkeller wieder mit Erde zugedeckt. In der Regel liegt ein Erdkeller etwa vier Meter unter der Erde und dient zum Beispiel einer Siedlung als Lagerraum. In der Tiefe von vier Metern herrscht durch die Wärmeausbreitung der Erde (ca. acht Meter pro Jahr) immer die gegensätzliche Temperatur. Das heißt im Winter ist der Erdkeller wärmste und im Sommer der kühlste Platz.
Hauskeller
Ein Hauskeller wird ebenfalls in einem dafür ausgehobenen Loch gebaut, genauso wie der Erdkeller. Jedoch bilden die Grundrisse eines Hauskellers gleichzeitig die Grundrisse des gesamten Hauses. Da ein Hauskeller in dem Boden vor Witterungen und auch Kriegen geschützt ist, wurden zum Beispiel nach dem Krieg viele Häuser auf den alten Hauskellern errichtet.
Moderne Keller
Die modernen Keller gleichen grundsätzlich den Hauskellern. Sie bilden auch häufig das Fundament eines Ein- oder Mehrfamilienhauses. Zum bauen wird entweder ein spezieller Beton verwendet, der wasserundurchlässig ist oder ein Mauerwerk. Der Keller in den modernen Häusern hat eine vielseitige Verwendung. So wird dieser als Lagerraum, Aufenthaltsraum, Party- oder Hobbyraum oder als Waschraum genutzt. Häufig steht zudem im Kellern die Heizung, da die große Anlage hier nicht stört.